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    Rat vom Rechtsanwalt

    Weil jetzt die neue Urlaubssaison ansteht, habe ich mich mal etwas schlau gemacht. Nicht verzagen, Rechtsanwalt fragen. Genauer: Simone Weber, Rechtsanwältin aus München mit Spezialisierung auf Reiserecht und Arbeitsrecht.

     

    Macht es für den Reisenden einen Unterschied ob er eine Pauschalreise mit Flug und Hotel bei einem Reiseveranstalter bucht oder sich selbst darum kümmert, d.h. einen getrennten Flug und ein Hotel vor Ort selbst bucht?

    Definitiv ja. Bucht ein Reisender ein Gesamtpaket von Leistungen, die mindestens aus zwei Bestandteilen bestehen muss, also z.B. Transferleistungen (Flug, Bahn, Bus) und Unterkunft (Hotel, Pension) für einen bestimmten vereinbarten Gesamtreisepreis, so ist Ansprechpartner und Verantwortlicher allein der Reiseveranstalter. Dieser hat dann auch in vollem Umfang für z.B. Mängel der Reise gemäß den §§ 651 a ff BGB, also nach deutschem Recht gegenüber dem Reisenden einzustehen. Denn der Reiseveranstalter erbringt die gesamte Reise in eigener Verantwortung. Fluggesellschaften oder Hotels sind dann nur sogenannte Leistungsträger und Erfüllungsgehilfen des Veranstalters, für deren Verschulden der Veranstalter aber ebenfalls haftet.

    Reist der Urlauber individuell, also bucht auf eigene Faust Flug und Hotel, liegt keine Pauschalreise vor. Der Urlauber hat jeweils eigene Verträge: Mit der Fluggesellschaft einen Beförderungsvertrag und mit dem Hotel z.B. einen Beherbergungsvertrag. Bewirtungsvertrag. Er kann sich also nicht an einen Veranstalter wenden wenn etwas passiert, sondern muss sich z.B. mit dem Hotel selbst auseinandersetzen. Dies führt dann dazu, dass wenn keine Rechtswahl betreffend der anzuwendenden Rechts getroffen wurde, man sich z.B. mit einem griechischen Hotel nach griechischem Recht streiten muss.

    Ausländischer Gerichtsstand mit allen bekannten Risiken, na toll. Bis man da sein Geld zurückerhält……..

    Welche Rechte hat denn z.B. ein Reisender, wenn bei einer Pauschalreise ein Mangel oder gar mehrere Mängel auftreten oder die Beschreibung aus dem Katalog einfach nicht stimmt, weil sie viel zu “optimistisch” ist?

    Grundsätzlich ist bei auftretenden Mängeln für die Reisenden immer zu beachten, dass Sie grundsätzlich vor Ort gegenüber dem Reiseveranstalter, also z.B. dem beauftragten Reiseleiter,  zunächst Abhilfe verlangen müssen. Man muss den Mangel also konkret rügen und zu dessen Beseitigung auffordern und eine Frist setzen. Das ganze sollte man schriftlich dokumentieren und sich auch unterzeichnen lassen. Erst wenn keine Abhilfe erfolgt, kann der Urlauber u.U. selbst Abhilfe schaffen. Bei Mängel, die die Reise erheblich beeinträchtigen, u.U. sogar den Reisevertrag kündigen, d.h. die Reise vorzeitig abbrechen.

    In jedem Fall hat der Reisende bei nachweislichen Mängel ein Minderungsrecht. Dies bedeutet, dass sich der Reisepreis dann für die Dauer des bestehenden Mangels reduziert. Aber Achtung, diese Minderung muss spätestens einen Monat nach Urlaubsrückkehr gegenüber dem Veranstalter geltend gemacht werden. Erleidet der Reisende während einer Pauschalreise einen Schaden, z.B. er stürzt weil ein Treppengeländer nachweislich defekt war, so kann er gegenüber dem Veranstalter auch Schadenersatzansprüche geltend machen.

     

    Wozu dient eigentlich genau der Sicherungsschein, für was oder besser gegen was ist man versichert?

    Gemäß § 651 k BGB hat der gewerbliche Reiseveranstalter sicherzustellen, dass wenn er zahlungsunfähig wird oder ein Insolvenzverfahren gegen ihn eröffnet wird, der Reisende abgesichert ist. Hierüber hat der Reiseveranstalter dem Reisenden einen sogenannten Sicherungsschein einer Versicherung oder eines Kreditinstitutes auszustellen. Ohne Übergabe dieses Sicherungsscheines darf keine Anzahlung auf den Reisepreis durch den Veranstalter gefordert werden. Im Übrigen gilt diese Verpflichtung nicht für private Gelegenheits- Veranstalter, die nur außerhalb eines Gewerbetriebes ein bis zweimal im Jahr Reisen veranstalten, z.B. eine Vereinsreise.

    Die Versicherung dient als Schutz dafür, dass der Reisende im Falle einer Nichtdurchführung der Reise von Anfang an z.B. wegen Insolvenz des Veranstalters seinen gezahlten Reisepreis zurückerstattet erhält. Auch wenn deshalb die Reise abgebrochen werden muss, wird dem Reisenden dann der Betrag für nicht in Anspruch genommene Reiseleistungen erstattet und auch die Kosten der Rückreise. Übrigens gilt diese Sicherungspflicht auch für reine Hotelanbieter, die wie Reiseveranstalter eine Leistung anbieten.

     

    Bei Streitfällen von Reiserecht und Arbeitsrecht darf ich empfehlen:

    Rechtsanwältin Simone Weber Sendlinger Torplatz 11 80336 München 089-59947837

     

     

     

    Riviera Maya

    Wer an der Atlantikküste entlang fährt, erlebt eine abwechslungsreiche Besiedlung mit total unterschiedlichen Hotelangeboten und Freizeitmöglichkeiten. An der Riviera Maya haben sich verschiedene Städte und Hotelanlagen mittlerweile bis nach Tulum “vorangearbeitet”. Ausgangspunkt ist immer der Flughafen Cancun, von dem man Richtung Süden fährt. Cancun selbst halte ich für nicht so attraktiv. Zu sehr ist dort alles auf amerikanischen Geschmack getrimmt und auch die Hotels haben teilweise die besten Tage hinter sich. Die oft schöneren Orte liegen entlang zweier vorgelagter Halbinseln, La Isla / El Rey und bis hinauf zur Isla Blanca. Ganz interessant ist noch die Isla Mujeres mit einer sehr schönen Natur. Dafür ist die Klasse der Hotels oft eher überschaubar.

    So richtig fängt die Urlaubslandschaft an der Riviera Maya eigentlich erst (von Cancun aus gesehen) um die 15 km vor Playa del Carmen an. Bis dahin braucht man um die 30-40 Minuten auf der Autobahn ab Cancun. Ab hier gibt es nicht nur sehr große, sondern auch sehr schöne Hotels. Auch sind die Anlagen oft auf riesigen Flächen verteilt, die landschaftlich anregend direkt an wunderschöne Strände grenzen. Im Gegensatz zum doch sehr vollen Cancun verteilen sich die Urlauber weiträumiger und an den Stränden gibt es weniger Gedränge oder Platzprobleme.

    Playa del Carmen hat in meinen Augen ähnliche Probleme wie Cancun: Voll, oft erdrückend und große, laute Menschenmassen. Schon ein paar Kilometer außerhalb des Zentrums sieht es ganz anders aus. Tropische Vegetation und reichlich Platz bieten einen erholsamen Urlaub. Bis auf ganz wenige Ausnahmen liegen die für mich besten Hotels nicht in der Stadt sondern sind an der Küste aufgereiht. Das ansprechende Unterhaltungsangebot in den besseren Anlagen lässt nach meinem Geschmack die meisten Discotheken oder Bars in den Stadtzentren überflüssig erscheinen. Man hat alles in guter Qualität vor Ort. Und entsprechend der ruhigeren Lage kann man täglich frei entscheiden, ob man kurz Unterhaltung möchte oder sich ein paar Tage ohne größeren Lärm zurückzieht. Die Urlaubsgestaltung wird für meinen Geschmack einfach variabler, je nach Lust und Laune oder persönlicher Tagesform.

     

    Mexiko Urlaub – Ausflüge

    In allen Hotels und bei allen Veranstaltern werden Ausflüge zu den Pyramiden, zum Schnorcheln oder für kulturelle Besichtigungen angeboten. In der Regel bekommt man ein Komplettpaket inklusive Verpflegung und Reiseleitung. Dabei greifen die Reiseveranstalter auf lokale Agenturen zurück, welche die eigentlichen Ausflüge durchführen. Hier kann man kräftig sparen, wenn man sich direkt an die lokalen Agenturen wendet. Wer beispielsweise in Playa del Carmen unterwegs ist, findet die gleichen Ausflüge von den gleichen Anbietern, die auch im Hotel angeboten werden. Teilweise ist das Angebot direkt vor Ort um 30 pder mehr Prozent preiswerter. Das Gleiche gilt für Bootstrips, etwa von Puerto Aventuras aus. Auch hier sind im Vergleich zur Buchung im Hotel schnell viele Dollars eingespart. Die meisten Anbieter in Mexiko haben mehrsprachige Internetseiten, welche einen Kontakt direkt zu den Angeboten und entsprechende Buchungen ermöglichen.

     

    Dafür hat man, falls einmal etwas schief gehen sollte, nicht den Reiseveranstalter des Urlaubs mit in der Haftung, sondern nur den lokalen Unternehmer. Schon bei Mängeln des Ausflugs ist eine Verhandlung über eine Rückerstattung oder Minderung deutlich schwieriger als bei den Reiseveranstaltern, die finanziell besser ausgestattet sind und zudem noch viel mehr auf ihren Ruf achten müssen. Jeder kann also für sich entscheiden, was ihm lieber ist: Die Einsparung beim direkten Kauf oder die höhere Sicherheit, wenn der Reiseveranstalter mit ins Boot geholt wird.

    Puerto Aventuras – der andere Urlaub

    Wer es gerne etwas nobler hat und vor allem viel Wert auf Wassersport vom Segeln über Tauchen bis zum Hochseeangeln legt, sollte sich einmal Puerto Aventuras genauer ansehen. Dort ist eine ziemlich große Anlage entstanden, in der man sich Ferienhäuser und Appartments mieten oder kaufen kann. Dazu liegen rundherum ein paar Hotels und eine bis kurz vor die Gebäude reichende Marina beherbergt eine Menge Boote – vom Angeboot für Hochseefischerei bis zur Luxusyacht. So richtig schön finde ich die Anlage nicht aber für diese Hobbys ist sie schlichtweg ideal.

     

    Das Niveau der Restaurants ist ok, die Preise sind auch akzeptabel aber es ist halt nicht so mein Ding mit dem Sehen und Gesehen werden. Dafür starten von dort aus auch diverse Trips, etwa an der Küste entlang zum Schnorcheln mit einem sehr sauberen und gut ausgestatteten Katamaran nebst extrem freundlicher Crew. Die FatCat hat mir sehr gut gefallen, außerdem gabs jede Menge Spaß mit guter Musik und Drinks obendrein. Und die Crew ist auch sehr vorsichtig mit den Meeresbewohnern umgegangen.

     

    Hurrikan und was man dabei in Mexiko tun sollte

    Pünktlich in jedem Jahr, wenn sich das Wasser im Sommer vor der Küste erwärmt hat, gibt es Hurrikans in Mexiko sowie der gesamten Karibik. So ungefähr von Juni bis November kann es dann den Urlaub beeinträchtigen. Allerdings wird die Gefahr oft maßlos übertrieben, ebenso die Schäden an den Hotels oder der Infrastruktur. Das ist beides meist fix repariert und schon im gleichen Jahr ist wieder ein Urlaub in Mexiko problemlos möglich.

     

    Wenn ein Hurrikan kommt, gibt es recht einfache Verhaltensmaßnahmen. Die Hotels und deren Angestellten wissen, was zu tun ist und erleben so einen Sturm meist nicht zum ersten Mal. Falls so ein Sturm schwach ist, sollte man einfach drinnen bleiben, alles so gut wie möglich verrammeln und abwarten. Wer draußen herumläuft oder meint, schwimmen zu müssen, ist selbst schuld. Und wenns nur eine Kokosnuss ist, die einem auf den Fuß fällt. Die Minibars sind gut gefüllt, ein paar Cracker gibts auch und erst wenn der komplette Sturm durch ist, kann man wieder gefahrlos herumlaufen. Dabei bitte nicht das Auge des Sturms mit einem Abflauen verwechseln. Es herrscht nur Windstille und in kurzer Zeit fängt der gleiche Wirbel noch mal von der anderen Richtung an.

     

    Bei einem schweren Hurrikan gibt es vorgeplante Evakuierungen. Sowohl die mexikanischen Behörden, wie auch die Hotels sind in der Regel gut organisiert. Man packt sein Gepäck in die Badewanne und folgt den Evakuierungsanweisungen. Nützlich ist auf jeden Fall, genügend Wasser oder Cola und ein paar Tüten Chips oder Kekse mitzunehmen, damit man im Notquartier nicht lange auf Getränke oder Essen warten muss. Ansonsten gilt natürlich auch hier eine Warnung vor dem Aufenthalt im Freien: Das ist eine ganz blöde Idee.

     

    Aus meiner Sicht sind die Hurrikams in den meisten Fällen einfach nur unheimlich lästig, weil man kostbare Urlaubstage verliert, die Flüge ausgesetzt werden oder der Hotelservice nicht so gut ist, wie normal. Bei richtig bösen Stürmen kann man heftige Komforteinbußen erleben, wirklich gefährliche Situationen sind eigentlich eher selten.

    Handy in Mexiko

    Die Netzabdeckung für Handys ist in Mexiko stark unterschiedlich von den jeweiligen Positionen. Man kann in allen Städten sowie in den größeren Hotelanlagen eigentlich immer einen guten Empfang erwarten. Etwas kritischer wird es in ländlichen und hügeligen Gebieten. Wer ein Tri- oder Quadband-Handy hat, ist in jedem Fall auf der sicheren Seite, was die Funknetze angeht. Deutsche PrePaid-Handys haben eventuell zusätzliche Probleme, weil es keinen passenden Roaming-Partner in Mexiko gibt. Dies trifft vor allem auf Sondertarife und Firmenangebote zu. Mit den Original-Prepaid Tarifen von Vodafone oder Telekom und deren Angeboten gibt es wenig Probleme, verschiedentlich wurde aber über Probleme mit den Angeboten von Bild oder Edeka berichtet.

     

    Unschön dagegen sind die Roaming-Gebühren von bis zu 5 Dollar die Minute. Das ist richtig teuer. Man kann diese Preisfalle umgehen, wenn man ein VoIP-fähiges Handy hat und bspw. Skype benutzt. Das ist dann auch eine Empfehlung für diejenigen, welche oft telefonieren müssen: Besorgen Sie sich eine SIM-Prepaid-Karte in Mexiko selbst und nehmen Sie einen billigen Datentarif. Auch sonst können lokale Anbieter für normale Gespräche deutlich billiger sein als Roaming. Allerdings ist das immer ein ziemlicher Akt, sich erst einmal eine Prepaid-Karte vor Ort zu holen und obendrein die Netzabdeckung etwa im eigenen Hotel herauszufinden. Wer ein Smartphone besitzt und zudem in einem Hotel mit kostenlosem WLAN untergebracht ist, sollte in jedem Fall überdenken, ob man nicht via Skype und lokalem WLAN ausreichend erreichbar ist. Entsprechende Infos zu geeigneten Handys und deren Austattung gibt es hier: Handy Test. Bitte in jedem Fall darauf achten, dass man ein Tri- oder Quadband-Handy verwendet.

    Essen im Urlaub

    Zunächst mal die gute Nachricht vorweg: allgemein ist die Hygiene in Mexiko ok und auch das Trinkwasser ist zumindest in den besseren Hotels von Yucatan in Ordnung. Etwas aufpassen sollte man bei den Fleisch- und Fischgerichten, welche auf den Märkten oder in den sogenannten Cantinas angeboten werden. Man kann nicht immer und unbedingt von einer funktionierenden Kühlkette reden und gerade Geflügel oder Fisch verdirbt sehr schnell. “Durchschlagender” Erfolg ist nicht unwahrscheinlich. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt auf dem Markt einfach Früchte, die noch in der Schale sind oder Lebensmittel, die sich natürlich konservieren wie Honig. Damit kann man kaum etwas falsch machen. Und diese Früchte, etwa vollreife Zitrusfrüchte, Bananen, Mangos oder andere Leckereien schmecken einfach oft viel besser als das Zeug, was halbreif in Mexiko oder anderen tropischen Ländern geerntet und dann nach Deutschland gekarrt wird.

    Essen in einem guten Hotel in Mexiko

    Zu den Essenszeiten. 9 Uhr ist ein guter Zeitpunkt fürs Frühstück und so 13-14 Uhr kann man ans Mittagessen denken. Vor 19 Uhr nimmt man nur recht selten ein Abendessen ein, dafür darf es je nach Zeitpunkt des Abendessens später noch ein kleiner Snack sein – wenn man das Abendessen nicht sowieso 2 oder 3 Stunden ansetzt. Vergleichen Sie das Tempo ungefähr mit dem französischen. Alles relaxt und gut genießen.

     

    Kommen wir zu den Gerichten. Es gibt recht viel Fleisch in allen möglichen Variationen. Tacos oder gefüllte Avocados sind schon mal nicht schlecht, auch die in vielen Restaurants angebotenen kleinen, pikanten Tartes. Sehr lecker sind auch Fisch und Meeresfrüchte – entweder frisch als Cevice oder gebraten als Garnelen und entsprechende Cocktails. Thunfisch sollte man dabei nicht zu oft wählen angesichts der weltweit bedrohten Bestände. Für Vegetarier gibt es eine breite Auswahl von Tacos mit Gemüsedips oder unterschiedlichen Salsas und Salaten.

     

    Bei den Hauptgerichten wird es teilweise ganz schön zackig, was die Schärfe angeht. Wir reden hier über Saucen mit Habanero-Chili und dazu gehören mit die schärfsten Chilis der Welt. Vorsicht, wenn Chilisaucen gereicht werden, die grünlich-bräunlich sind – lieber erst mal nachfragen. Yucatan zählt dabei noch zu den harmloseren Regionalküchen in Mexiko. Tendenziell sind hier die Gerichte leicht, frisch und sehr “rund” gewürzt. Oft gibt es noch die eine oder andere Fruchtnote nach Ananas, Mango oder Papaya in den Gerichten und Saucen. Probieren sollte man auch in Orangensaft mariniertes Schweinefleisch namens Cochinita Pibil oder die diversen Gemüsesaucen zu gegrilltem Fleisch.

     

    In den Hotels gibt es meist ein breites Angebot dessen, was Amerikaner so von mexikanischem Essen erwarten. Also Chili con Carne, alle möglichen Wraps und die unvermeidlichen Bohnengerichte. Diese sind tatsächlich auch sonst oft in Mexiko anzutreffen, nur eben nicht so oft in Yucatan. Natürlich gibt es auch überall die unvermeidliche Pizza nebst Hamburger. Eher wie bei den Spaniern gehts Richtung Nachtisch: süß, reichlich. Kleinere Tortenstückchen oder auch Fruchtkompositionen sind für den deutschen Gaumen oft ein wenig arg gezuckert aber ansonsten in Ordnung – auch auf den Märkten.

    Maya – Fundorte und Ausgrabungsstätten

    In den Bundesstaaten Yucatan und Quintana Roo gibt es diverse Ausgrabungsorte und archäologische Sehenswürdigkeiten. Die Mayas beherrschten sowohl normale Maurertechniken, wie auch die Fertigung von Betonfüllungen. Hierzu wurde sogar eine Schalentechnik verwendet, gar nicht mal so viel anders, wie bei heutigen Betonbauten ohne Armierung. Folgende Fundstätten liegen in guter Reichweite der Hotels an der Riviera Maya von Yucatan und Quintana Roo:

     

    Acanceh (Yucatan, eine Pyramide)

    Chac II (Yucatan, Frühperiode, mittelgroß)

    Chacchoben (Quintana Roo, klein)

    Chacmultun (Yucatan, 3 große Gebäudensembles)

    Chakalal (Quintana Roo, klein, direkt am Meer)

     

    Chichen Itza (Yucatan, riesiges Areal mit Tempeln, Pyramide, großem Observatorium, Weltkulturerbe und eines der bedeutensten Zentren überhaupt, ein „Muss“ für Touristen, ein paar Bilder gibts hier: Chichen Itza. Bitte aber die Tipps am Ende dieses Beitrags beachten……)

    Coba (Quintana Roo, großes Areal, 47 m hohe Pyramide – besteigbar *ächz*, weitere Pyramide im Dschungel, 2 Ballspielplätze, kleines Observatorium, diverse Stelen, kleinere Gebäude sowie teilweise freigelegter Sacbe (Maya-Weg), auch hier habe ich ein paar Bilder gemacht: Coba)

     

    Cuca (Yucatan, doppelte Stadtmauer, klein)

    Culuba (Yucatan, mittelgroß)

    Dzibanche (Quintana Roo, große Pyramide + Paläste)

    Dzibilchaltun (Yucatan, frühe Ansiedlung mit mehreren Tausend Gebäuden)

    Ek Balam (Yucatan, riesige Anlage einer Akropolis)

    El Meco (Quintana Roo, kleine Anlage)

    El Rey (Quintana Roo, kleine Anlage)

    Huntichmul (Yucatan, ziemlich große Stadt im Puuc-Stil)

     

    Izamal (Yucatan, mehrere Pyramiden, darunter eine große Pyramide – die heutige Stadt Izamal ist mit Kloster drumherum und darüber gebaut. Bilder zum Kloster gibts hier: Izamal. Man kann sich vom Kloster aus mit Pferdekutschen durch die Stadt fahren lassen. Damit kommt man bestens zu den Ruinen und sieht gleichzeitig sehr schöne Kolonialbauten.)

     

    Kabah (Yucatan, große Anlage)

    Kiuic (Yucatan, sehr schöne Ausschmückungen)

    Kohunlich (Quintana Roo, sehenswert ist der Maskenpalast)

    Labna (Yucatan, kleinere Anlage, Torbogen etc.)

    Mayapan (Yucatan, ca. 120 Gebäude freigelegt, insgesamt um 400)

    Mul Chic (Yucatan, einige Wandmalereien)

    Muyil (Quintana Roo, kleinere Anlage)

    Nohpat (Yucatan, ziemlich großer Fundort aber extrem stark zerstört durch Gewinnung von Baumaterial und Überwucherung)

    Oxkintoc (Yucatan, mittlere Anlage)

    Sayil (Yucatan, riesiger Palast)

     

    Tulum (Quintana Roo, malerisch direkt am Meer auf einem Kliff gelegen, mittelgroß, Tempel, Stadtmauer, einige Fotos gibts hier: Tulum)

    Uxmal (Yucatan, fast komplett freigelegtes Gelände, 2 große Pyramiden, davon eine begehbar, die andere merkwürdig abgerundet, Bilder zur Anlage sind hier verfügbar: Uxmal)

     

    Witzinah (Yucatan, kleinerer Fundort)

    Xcaret (Quintana Roo, kleiner Fundort mit Hafenanlage, am besten den heutigen Freizeitpark Xcaret ansteuern. Auf Fotos habe ich verzichtet, da man durch den Freizeitpark am besten mit einer kleinen, wasserdichten Kamera geht…..und die Fotos wären nicht sehr gut)

    Xel Ha (Quintana Roo, kleine Hafenanlage an der Küste, der heutige Freizeitpark Xel Ha liegt direkt daran. Der Freizeitpark liegt direkt neben dem von Xcaret an der Autobahn zwischen Playa del Carmen und Tulum. Auch hier wäre eine große Fotoausrüstung eher hinderlich.)

    Xkipche (Yucatan, mittelgroße Stadt und Palast)

    Yaxuna (Yucatan, mittelgroße Stadt)

     

    Das heißt aber längst nicht, dass dies die einzigen Fundstätten sind. Man kann im wahrsten Sinne des Wortes durch den Dschungel laufen und steht plötzlich vor kleineren Ruinen. Das passiert sogar in Playa del Carmen und Umgebung. Oder man steht vor einer Straße der Maya, genannt Sacbe (übersetzt: weißer Weg). Letztere durchzogen als aufgeschüttete Dämme die ganze Halbinsel kreuz und quer zwischen den größeren Siedlungen. Durch die Verwendung von Kalk waren sie glänzend weiß und stachen optisch aus der Landschaft hervor. Auch zwischen Kultstätten innerhalb der Städte waren die weißen Wege hervorgehoben. Die Wege sind öfter durch heutige Straßen unterbrochen oder vom Urwald überwuchert. Gut zu sehen ist ein Sacbe in Coba, wo er teilweise freigelegt wurde.

     

    Allgemeine Tipps zu Besuchen der Pyramiden und Ausgrabungsstätten.

    Einige Pyramiden sind besteigbar, etwa in Uxmal, Coba und weiteren Orten. Wer einmal in der prallen Mittagssonne mit Kamera und ggf. Kameraausrüstung dort hochgekraxelt ist, kennt die Problematik: Sehr steile Treppen, hohe Temperaturen und eine gut aufgeheizte Pyramide gehen ganz schön auf die Knochen. Bei allen Trips zu den Ausgrabungsstätten sollte man genügend Wasser oder sonstige Getränke mitnehmen. Immerhin liegt ein Großteil der Gelände in der prallen Sonne und die Luft staut sich teilweise heftig in den Gebäudestrukturen. Eine Kopfbedeckung ist sowieso empfehlenswert. Coba liegt zu einem großen Teil im Schatten, dort ist es nicht ganz so heiß.

     

    Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist der frühe Morgen, direkt nach der Öffnung. Es ist deutlich angenehmer von den Temperaturen und man hat auch noch nicht so viele Besucher, welche um die Mittagszeit bei allen größeren Anlagen in ziemlichen Massen eintreffen. Selbstredend kann man auch bessere Fotos machen, wenn nicht gerade Besuchergruppen durch die Motive rennen. Wer es stilvoll mag, kann sich die Pyramiden und Paläste am Abend ansehen, wenn einige Ausgrabungsstätten sehr schön angestrahlt werden. Samstags und Sonntags ist es meist voller als unter der Woche.

    In Coba hat man entlang des Aufstiegs ein Seil gespannt, an dem man sich prima hochziehen kann und angesichts der sehr ungleichen Treppenstufen auch einen recht sicheren Abstieg hat. Am besten umdrehen und wie in den Bergen beim Abseilen festhalten sowie herunter klettern. Auch recht brauchbar ist eine Gangart quer an den Pyramiden hoch oder genau so quer herunter.

    Geld, Umtausch, Wechselkurs und Einkauf

    Währung in Mexiko ist natürlich der mexikanische Peso. Daneben wird aber noch sehr gerne der US-Dollar genommen und zunehmend auch der Euro. Als Faustregel entspricht ein Dollar 10 Pesos, das ist eigentlich überall ohne größere Umrechnungsschwierigkeiten einsetzbar. Normalerweise liegt der Umtauschkurs bei etwa 11,5 Pesos aber daran hält sich kaum jemand. In einigen Reiseführern und Informationsbroschüren der Reiseveranstalter steht, dass der Dollar nicht mehr akzeptiert würde, um Drogengelder abzuwehren. Nun, in meiner ganzen Zeit dort habe ich nur ein einziges Mal nicht mit Dollar bezahlen können und die Trinkgelder werden sowieso sehr gerne in Dollar angenommen. Soviel zum Thema Theorie und Praxis.

     

    Der Umtauschkurs zwischen Peso, Dollar und dem Euro unterliegt heftigen Schwankungen. Wenn der Euro hoch steht, sind supergünstige Kurse möglich. Man kommt durchaus auf 1:17, wenn gerade wieder Dollar und Peso schwächeln, in der Regel um 1:16. Bei Banken und Wechselstuben liegt man in der Regel deutlich günstiger als in Hotels, wo oft nur 1:15 geboten wird. Wechselstuben gibt es in allen größeren Städten.

     

    Schwierig wirds immer dann, wenn man Preise bspw. fürs Taxi aushandelt. Da werden schnell mal aus 20 Dollar 250 oder 300 Pesos. Man sollte also immer genügend Geld in beiden Währungen dabei haben und kann dann die Währung für das beste Angebot aussuchen. Euros werden in den Touristenzentren teilweise auch schon angenommen aber dann geht oft das gleiche Spielchen los. Rein auf den Euro würde ich mich nicht verlassen.

     

    In allen größeren Städten sowie auch in den Hotels gibt es Geldautomaten. Diese sind unterschiedlich teuer. Am besten fährt man in der Regel bei “richtigen” Banken wie etwa Santander oder HSBC. Im Gegensatz zu den reinen Geldautomatendiensten fallen die Gebühren niedriger aus. Traveller-Schecks sind unnötig und ziemlich teuer im Einsatz. Mit normalen Kreditkarten, also Visa und Master, kommt man bestens zurecht. Sehr oft ist auch das Geldabheben mit der normalen deutschen EC-Karte und dem entsprechenden Maestro-System möglich.

    Die Mayas heute

    Mit dem Ende der Hochkulturen verstreuten sich die Einwohner Yucatans weg von den großen Städten in die Fläche und schufen kleinere Dörfer und Siedlungen. Durch die Kolonialisation wurden die Ureinwohner nicht nur dezimiert, sondern ihnen wurde auch eine neue Gesellschaftsordnung übergestülpt. Deren Auswirkungen tragen heute noch oft zur wirtschaftlichen Situation der Maya in Mexiko bei.

     

    Es gibt immer noch eine Menge kleine Siedlungen, welche abgelegen von Mittelzentren oder Großstädten im Dschungel liegen. Dank jahrhundertealtem Wissen um Ackerbau, Viehzucht und Jagd können die Siedlungen an sich ohne Hunger überleben. Problematisch wird es bei der Bildung. Zwar hat Mexiko ein durchaus beachtliches Schulsystem, jedoch sorgen größere Entfernungen zu weiterführenden Schulen für ein teilweise niedriges Bildungsniveau. Es gibt nicht, wie im dichtbesiedelten Deutschland, viele Schulbusse, welche Kinder mal eben zur nächsten Realschule oder zum nächsten Gymnasium fahren. Durchaus können 40 km zwischen Wohnort und weiterführender Schule liegen und längst nicht alle Familien haben Autos. Auch ist die Informationsversorgung für kleinere Siedlungen oft nicht sehr gut, weil weder ein Strom- noch ein Internetanschluss vorhanden sind. In einigen Dörfen behilft man sich mit Notstromaggregaten und Funknetzen, andere bekommen sukzessive Zugangsstraßen, Elekrizität und Telefon / Internet. In den Randgebieten der Mittelzentren und Großstädte sind die Bildungschancen ungleich besser und in Merida ist sogar eine Hochschule vorhanden.

     

    Eine der wichtigsten Einnahmequellen ist der Tourismus. Wer als Dorfbewohner Arbeit in Hotels findet, liegt monetär gegenüber der Landwirtschaft weit vorne. Es ist nicht unüblich, dass einige Dorfbewohner in den Resorts arbeiten und regelmäßig Geld an die Siedlung überweisen. Dabei sind Mayas recht selten in gehobenen Positionen, etwa auf Managementlevel, vertreten. Dies dürfte zu großen Teilen dem Standard-Bildungsangebot in den Dörfen und der räumlichen Distanz zu weiterführenden Schulen geschuldet sein.

     

    Handwerklich liefern die Maya teilweise heute noch Spitzenleistungen. In der Holzbearbeitung, bei Schmuck oder bei Stoffen sind kunstvolle und hochwertige Arbeiten zu finden. Schon die Spanier haben sich übrigens gewundert, dass man Baumwolle auf einem so hohen Niveau verarbeiten kann, wie sie es selbst nur von der Seide kannten. Die echten Maya-Souvenirs sind zwar etwas teurer als der übliche Industrieschrott aus China, dafür aber sehr oft ungleich besser. Insgesamt ist eine aufsteigende Tendenz erkennbar, wenn auch die Chancen auf hochwertige Arbeitsplätze und gesellschaftlichen Aufstieg gegenüber Stadtbevölkerungen limitiert sind.

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